DER LAUF DER BLOCKFLÖTE – Konzerte in der Höchster Justinuskirche 2026

Foto: Felix Groteloh

Andreas Böhlen (Blockflöte)

Sebastian Wienand (Cembalo)

 

Francis Tregian (1574-1619), ein Komponist aus Cornwall, unternahm um 1600 Reisen nach Frankreich und Italien, auf denen er Repertoire für die Blockflöte sammelte. Das Programm des Abends nimmt darauf Bezug und vereinigt Werke für Blockflöte und Cembalo von John Dowland, Wiliam Byrd, Giovanni Pierluigi da Palestrina sowie weitere Werke der Spätrenaissance und des Frühbarock.

 

PROGRAMM:

 

Fantasia all’ improvviso

 

John Dowland (1563-1626)

Flow my tears

Lady Laiton’s Almaine

 

William Byrd (1539/40-1623)

Jhon come kiss me now für Cembalo solo

aus dem «Fitzwilliam Virginal Book»

 

John Dowland (1563-1626)

Come again

The King of Denmark his Galliard

aus: The Firste and the Second Booke of Songes or Ayres of Fowre Partes (1597/1600) und Lachrimae, or Seven Tears (1605)

 

Michel Lambert

Loin de vos yeaux belle filuie

aus: Les Airs de Sieur Lambert (Paris, 1660)

 

Thomas Baltzar (ca.1631-1663)

John come kiss me now

aus: The division violin (London, 1684)

 

Giovanni Pierluigi da Palestrina (1532-1594)

Pulchra es mit Diminutionen von Andreas Böhlen

aus: Motettorum quinque vocibus liber quartus (Rom, 1584)

 

Improvisationen über «La Gamba»

 

Bernardo Storace (1637-1707)

Ciaccona für Cembalo

aus: Selva di Varie Compositioni d’Intavolatura per Cimbalo ed Organo (Venedig, 1664)

 

Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594)

Io son ferito ahi lasso mit Diminutionen von Giovanni Battista Bovicelli

aus: Regole, passaggi di musica, madrigali et motetti passeggiati (Venedig, 1594)

 

Antonio Valente (ca. 1520-1601)

Gagliarda Napolitana

aus: Intavolatura de cimbalo (Neapel, 1576)

 

 

Andreas Böhlen ist Blockflötist und Jazz-Saxophonist. Seine Tätigkeitsfelder umfassen sowohl den Bereich der Alten Musik als auch die zeitgenössische Musik und den Jazz. Sein Spezialgebiet ist die Improvisation in verschiedenen historischen Stilen des 16., 17. und 18. Jahrhunderts. Er leitet eigene Formationen für Alte Musik und Jazz. Zudem ist er ist Mitglied verschiedener Kammermusikformationen und Bands in ganz Europa und pflegt die Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern.

Der mehrfache Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe produzierte für verschiedene Fernseh- und Radiosender wie den NDR, DeutschlandfunkORF Steiermark, 3FM MelbourneNHK (Japan) und ABC Classics (Australien) und konzertierte in ganz Europa, Japan, USA und Australien.

Unter eigener Leitung veröffentlichte er die CDs Telemann Trios and Quartets, Sammartini sonatas for recorder and basso continuo Vol.1/Vol.2La meraviglia parlanteMost ravishing thingsSatyr’s BandAirborneWindgesang und Cruise. Dazu kommen zahlreiche Produktionen unter fremder Leitung.

Tätigkeiten als Forscher, Pädagoge und Kurator vervollständigen sein Profil. So hält er Vorträge zu aufführungspraktischen Themen und Improvisation und lehrt als Professor für Blockflöte an der Zürcher Hochschule der Künste und der Schola Cantorum Basiliensis.

 

Sebastian Wienand studierte Cembalo, Hammerklavier und Basso continuo bei Jörg-Andreas Bötticher, Edoardo Torbianelli und Jesper Christensen an der Schola Cantorum Basiliensis. Seine Vielseitigkeit hat ihn mit namhaften Künstlern und Ensembles zusammenführt. Er ist Cembalist des renommierten Freiburger Barockorchesters und arbeitet darüber hinaus eng mit dem belgischen Orchester B’Rock und der Akademie für Alte Musik Berlin zusammen. Sebastian ist auch Mitglied des Zürcher Kammerorchesters, wodurch er auf einige der interessantesten Musikerpersönlichkeiten außerhalb der Alte-Musik-Szene trifft.

Als musikalischer Assistent des Dirigenten René Jacobs war er viele Jahre lang an internationalen Opernproduktionen beteiligt.

Sein Kammermusikensemble l’Ornamento wurde mit Erfolgen wie dem Publikumspreis und dem ersten Preis bei Musica Antiqua Brügge sowie dem Publikumspreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet, wo das Ensemble über zehn Jahre lang regelmäßig zu Gast war.

Als Solist und Kammermusiker hat er an zahlreichen Aufnahmen mitgewirkt. Sebastian ist Opus-Klassik-Preisträger und erhielt Stipendien der Deutschen Stiftung Musikleben, des Deutschen Musikrats, der Mozart Gesellschaft Dortmund und der Kunststiftung Baden-Württemberg.

Datum

31. Mai 2026
Abgelaufen!

Uhrzeit

18:00

Preis

15,00 €

Weitere Informationen

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Veranstaltungsort

Justinuskirche

Kategorien

Stiftergemeinschaft Justinuskirche e.V. | Justinusplatz 3 | 65929 Frankfurt am Main